AvW

AKTUALISIERUNG AVW per 25.08.2016:


-- Achtung - Siehe vor allem Punkt 3.! -- Zahlungen erfolgen!--


1. K o n k u r s v e r f a h r e n:

Nachdem mittlerweile alle Musterprozesse abgeschlossen wurden, steht fest, dass die angemeldeten Forderungen im Umfang der ursprünglich einbezahlten Beträge zuzüglich Agio und Zinsen vom Masseverwalter anerkannt werden.

Die ganze Abwicklung hat sich dadurch etwas verzögert, als der Masseverwalter die ursprüngliche Bestreitungsfrist auf Ende August 2016 verlängerte. Es ist damit zu rechnen, dass im Herbst 2016 die Konkursquote (voraussichtlich ca. 15 %) zur Auszahlung gelangen wird.

Bitte an alle von mir vertretenen Anleger: Bitte geben Sie mir im Laufe der kommenden Monate per E-Mail / Post Ihre Bankverbindung (IBAN!) bekannt.



2. W i r t s c h a f t s p r ü f e r:

Im Verfahren gegen den Wirtschaftsprüfer stellt sich die Situation nunmehr dar wie folgt:

Der OGH hat im Wesentlichen die Entscheidung des OLG Wien bestätigt. Da im laufenden Musterprozess noch bei mehreren Klägern die Frage der Alternativveranlagung geprüft werden musste, fand wiederum eine Verhandlung beim Erstgericht, dem LG Wiener Neustadt, statt. Es wird nunmehr ein neuerliches Urteil im Musterprozess ergehen.

Fest stehen dürfte jedenfalls, dass der Wirtschaftsprüfer haftet, wobei dies nur diejenigen Anleger betrifft, die innerhalb von 5 Jahren vor Klagserhebung (also nach September 2006) Anteilsscheine erworben haben.

Wie sodann die Abwicklung konkret erfolgen wird, ist derzeit noch nicht klar. Voraussichtlich werden sämtliche unterbrochenen Akten fortgeführt werden.

Die Haftpflichtversicherungen des Wirtschaftsprüfers machen ebenfalls Probleme, wobei derzeit ein Deckungsprozess des Wirtschaftsprüfers gegen eine der Haftpflichtversicherungen läuft.

Ich werde Sie jedoch hier weiter am Laufenden halten.



3. A n l e g e r e n t s c h ä d i g u n g AEW:

Das Wertpapieraufsichtsgesetz (WAG) 2007 legt fest, dass alle Wertpapierfirmen einer Entschädigungseinrichtung angehören müssen. Ist nun eine Wertpapierfirma (WPF) nicht mehr in der Lage, Gelder ihrer Kunden zurückzuzahlen, so liegt ein Entschädigungsfall vor.

Die Ansprüche meiner Mandanten wurden fristgerecht bei der AEW angemeldet, wobei jeweils die Beträge angemeldet wurden, die sich aus den verschiedenen An- und Verkäufen ergeben und wobei eine Höchstbetragshaftung von € 20.000,00 je Anleger besteht.

Mittlerweile ist unbestritten, dass eine Haftung seitens der AEW besteht!

Es fanden mehrere Besprechungen mit der AEW in Wien statt und es sieht nun danach aus, dass die Republik Österreich die Haftung hinsichtlich der Beträge übernimmt, der AEW zur Auszahlung fehlen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf liegt vor und dürfte Ende Juli genehmigt werden. Dies vorausgesetzt, wird voraussichtlich bereits im August eine Zahlung erfolgen. Betroffen sind alle Anleger, die nach Okt. 1998 (Gründung AEW) investiert haben und die nicht bislang durch Verkauf insgesamt Gewinn erzielten. Ausbezahlt wird der Ankaufspreis samt 4 % Zinsen seit 03/2012, wobei pro Anleger maximal EUR 20.000,00 zuzüglich Zinsen bezahlt werden.

Die Überweisung der Beträge seitens der AEW wurde heute angekündigt!

Da ich doch sehr viele Anleger vertrete und in jedem Akt die Richtigkeit einzeln überprüfen muss, bitte ich um etwas Geduld. Ich werde versuche, in den kommenden 2 – 3 Wochen sämtliche Überweisungen vorzunehmen. Ich werde in keinem Akt Abrechnungen übermitteln, da dies aus zeitlichen Gründen gar nicht möglich ist.

Sollten Sie jedoch Fragen zum überwiesenen Betrag haben, so bitte ich Sie, mir dies schriftlich mitzuteilen.



4. F M A - R E P U B L I K Ö S T E R R E I C H:

Sollte sich herausstellen, dass die Finanzmarktaufsicht (FMA) ihre gesetzlich geregelte Aufsichtspflicht im Zusammenhang mit den Aktivitäten des Dr. Auer von Welsbach vernachlässigt hat, so würde dies eine Haftung der Republik Österreich nach sich ziehen. Da derzeit bereits Verfahren anhängig sind, die in diese Richtung zielen, sind hier – vorerst – keine weiteren Klagen nötig sondern es wird die weitere Entwicklung abgewartet.

Auch bei der Republik Österreich (Finanzprokuratur) habe ich zu Gunsten aller von mir vertretenen Anleger einen Verjährungsverzicht eingeholt.

Die einzelnen Musterverfahren befinden sich im Stadium des Beweisverfahrens, sodass hier noch mit Geduld das Ergebnis abgewartet werden muss.

Zu diesem Punkt sind in letzter Zeit einige Zeitungsartikel erschienen, die jedoch die tatsächliche Situation nur sehr ungenau und optimistisch darstellen.


5. R a i f f e i s e n b e z i r k s b a n k    K l a g e n f u r t   reg.Gen.m.b.H. (RBB):

Wie ja bekannt ist, liegt seit einiger Zeit ein – noch nicht rechtskräftiges – Urteil (22 Cg 87/07 z) auf dem Tisch, mit welchem die Raiffeisenbezirksbank Klagenfurt reg.Gen.m.b.H. – als Depotbank – zur Schadenersatzzahlung an einen Anleger verpflichtet wurde, da sie nach Ansicht des Erstgerichtes gegen vertragliche Schutz- und Sorgfaltspflichten sowie Aufklärungspflichten verstoßen habe.

Ich werde die weitere Entwicklung dieses Verfahrens beobachten.
Sollte dieses Urteil rechtskräftig werden, besteht natürlich die Möglichkeit, Ihre Forderungen ebenfalls gegenüber der RBB geltend zu machen.

Ich habe jedenfalls für alle von mir vertretenen Anleger einen Verjährungsverzicht seitens der Raiffeisenbezirksbank Klagenfurt reg.Gen.m.b.H. erwirkt, sodass das Musterverfahren in Ruhe abgewartet werden kann.


Soweit zur derzeitige Situation. Bitte rufen Sie diese Seite von Zeit zu Zeit (vielleicht alle 14 Tage) einmal auf, um zu sehen, ob sich etwas geändert hat.

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